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KG (Krieger-Gnädig)

Informationen zum Hersteller

Das Wahrzeichen von Suhl ist der am Amboss stehende und den Hammer schwingende Waffenschmied. Jagd- und Sportgewehre sind seit Jahrhunderten der traditionelle Haupterwerbszweig dieser Stadt und seiner Bürger. Aber schon zu Beginn unseres Jahrhunderts wurden in Suhl auch Kraftfahrzeuge produziert – Simson baute Automobile und blieb später durch seine Supra-Modelle lange Zeit berühmt. Anfangs der zwanziger Jahre entstanden in Suhl aber auch Motorräder. Die drei Brüder Peter, Oskar und Max Krieger hatten eine Motorzweirad-Fabrikation auf guter handwerklicher Basis aufgezogen und gaben ihren Erzeugnissen auch gleich den Familiennamen. Max Krieger war ein bekannter und erfolgreicher Rennfahrer jener Zeit und prüfte die eigenen Konstruktionen in harten Fahrversuchen auf Herz und Nieren. Die gewissenhafte Arbeit trug ihre Früchte, und die Krieger-Maschinen waren für die damalige Zeit außerordentlich modern und leistungsfähig. Zu den Brüdern Krieger gesellte sich auch der Konstrukteur Gnädig (der sich später auch um die Entwicklung der Kühne-Bark-Motoren verdient machte), die Motorräder erhielten danach die Bezeichnung „Krieger-Gnädig“, abgekürzt KG. Die Suhler KG-Maschinen bestachen durch viele technische Details, die erst viel später als Norm in den allgemeinen Motorradbau einzogen. Ungewöhnlich für jene Zeit war der geschlossene und glattflächige Motorblock mit dem tonnenförmigen Kurbel- und Getriebegehäuse, ungewöhnlich waren der linksseitige Kardanantrieb und die kombinierte Hand/Fuß-Kupplung, ungewöhnlich waren der verwindungssteife Doppelrohrramen mit Dreieckverbund und die Innenbackenbremsen, ungewöhnlich waren aber auch die Ölwanne unter dem Motorgehäuse, die Steckachsen an den Laufrädern und der zweiteilige große Kraftstoffbehälter. Im Sport erwarben sich die KG-Motorräder aus Suhl unter verschiedenen Fahrern auf den verschiedensten Rennstrecken bald einen guten Ruf. Ein kommerzieller Erfolg wurden die Krieger-Gnädig-Maschinen aber nicht, dieses Schicksal teilten sie mit anderen Modellen, die ihrer Zeit voraus waren. Als das kleine Suhler Werk die Fabrikation dieser aufwendigen Type nicht mehr aufrecht erhalten konnte, wanderte die KG nach Köln, wo sie unter dem Firmennamen „Allright-KG“ gebaut wurde. Ende der zwanziger Jahre beendete die KG ihre Odyssee und kam nach Suhl zurück, als die Fahrradfabrik Henkel die Konstruktions- und Fabrikationsunterlagen übernommen hatte. Bis Anfang der dreißiger Jahre wurde die KG noch in Suhl gebaut, dann verschwand sie endgültig von der Bildfläche.

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