Zegemo
Informationen zum Hersteller
Zimmer & Gehlich Inhaber Hans Knipp
Dresden, Mosczinskystrasse 7 (Juni 1923 – April 1925)
Zimmer & Gehlich Inhaber Hans Knipp KG
Dresden, Mosczinskystrasse 7 (April 1925 – vor 1932)
Der Markenname Zegemo leitet sich von „Zimmer & Gehlich Motorfahrzeuge“ ab. Sitz der Firma „Zimmer & Gehlich Inh. H. Kipp“ war Dresden (siehe auch unter „Zetge“). Sie stellte auf der Leipziger Frühjahrsmesse des Jahres 1924 ein spezielles Modell, das „Zegemo“-Motorrad mit 3,5 PS Zweitaktmotor vor. Es wird als Mittelgewichtsmaschine klassifiziert und ist mit einem 249 ccm „Baumi“-Einbaumotor der Baugesellschaft Michelsohn aus Minden ausgestattet. Der Zweitaktmotor verfügt über zwei Auspuffkanäle sowie großzügig dimensionierte Kühlrippen. Das Motorrad ist mit einem Getriebe, Leerlauf und einer Kupplung versehen; die Kraftübertragung zum Hinterrad erfolgt mittels Riemenantrieb. Die Vertikalfederung des Vorderrads ist hinsichtlich ihrer Elastizität einstellbar.
Laut Informationen der „Deutschen Vacuum Oel AG“ bot die Firma in den beiden darauffolgenden Jahren verschiedene Modelle der Marke „Zegemo“ an. Im Jahr 1925 wurden die Typen „25 A“ und „25 B“ hergestellt, gefolgt von den Modellen „26 E“ und „26 F“, welche nach vorliegenden Angaben bis ins Jahr 1926 produziert wurden.
Das Zegemo-Kraftrad Modell 25 A mit 2,5 PS war steuer- und führerscheinfrei und verfügte über einen DKW-Spezial-Zweitakt-Motor mit Ventilator und einer Steuerleistung von 0,749 PS, was einem Hubraum von ca. 131 ccm entspricht. Das Fahrgestell war indianrot hochglanz emailliert. Das Vorderrad verfügte über eine Pendelgabel, die Sattelhöhe betrug 72 cm. Insgesamt kam das Kraftrad auf eine Länge von etwa 205 cm bei einem Gewicht von ca. 54 kg. Der Einkaufspreis für Händler betrug damals 498.- Mark.
Das Zegemo-Motorrad Modell 25 B mit 3,5 PS verfügte über einen Getriebe-Block-Motor mit zwei Gängen, Kickstarter, Leerlauf und Kupplung. Bei diesem Modell war ein DKW-Spezial-Zweitakt-Motor Typ „Z“ mit 0,97 Steuer-PS verbaut, der bei einer Bohrung und einem Hub von jeweils 60 mm einen Hubraum von ca. 169,7 ccm aufwies. Die Fahrgestell-Hochglanzemaillierung war khakifarben. Die Bauweise der Parallelogrammgabel mit zwei seitlichen Federn erinnert an die englische Druid-Federung. Mit 210 cm war dieses Modell 5 cm länger als das Modell A, das Gewicht betrug ca. 65 kg. Für dieses Modell lag der Einkaufspreis eines Händlers bei 815.- Mark.
Eine Hupe, Karbidbeleuchtung und ein Soziussitz mit Leder waren für beide Modelle optional erhältlich.
(Zusammengestellt von: Helmut Kraus und Frank Grüneboom. Dezember 2025)
Quellen:
(1) Der Motorfahrer, 1924
(2) Deutsche Vacuum Oel AG, Schmieranweisung, 1927-1928
(3) Prospekt Modell 25 A und 25 B
(4) Der Auto-Markt, 1924
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