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FN

Informationen zum Hersteller

Bereits um die Jahrhundertwende gab es im Motorradbau eine ganze Reihe berühmter Namen. Einer davon war FN, die Fabrique Nationale in Herstal (Belgien). 1903 erschien das erste FN-Modell, ein 250-cm³-Viertakt-Einzylindermotor von 2 PS Leistung im verstärktem Fahrradrahmen. Selbstverständlich mit Tretkurbeln, was sehr nützlich war, denn mit seinen 800 bis 1000 U/min war das Maschinchen „etwas schwach auf der Brust“ und verlangte vor allem bei Steigungen eine entsprechende Muskelunterstützung. 1904 kam dann die erste Vierzylindermaschine, ausgerüstet mit einem 4-PS-Reihenmotor und Kardanantrieb. Zuerst hatte sie ebenfalls Tretkurbeln, später dann Starter und Fußrasten bzw. Fußbretter. Dieses Modell erreichte schon 70 km/h Höchstgeschwindigkeit und machte selbst bei Bergfahrten keine Schwierigkeiten mehr. Die neue Vierzylinder von 1907 hatte schon Kupplung und zwei Gänge und war noch um 10 km/h schneller. Ganz ausgezeichnet war die Beschleunigung dieses „dicken Brummer“, etwas heikel aber die Kühlung, da die Zylinder hintereinander standen. Die Schmierung erfolgte durch eine Handölpumpe. Der Ölstand konnte für jeden Zylinder durch ein kleines Glasfenster im Kurbelgehäuse kontrolliert werden. Bei den Vierzylinder-Rennmaschinen, die vor dem ersten Weltkrieg bei den Wettbewerben stets in der Spitzengruppe zu finden waren, betätigten die erfahrenen Piloten von Zeit zu Zeit durch den Ausheber die Auslaßventile und verschafften so dem Motor während der Fahrt die so notwendige Innenkühlung. Die 750-cm³-Vierzylindermaschine bekam dann gesteuerte Ventile. 1913 war auch das Einzylindermodell von FN mit einem Zweiganggetriebe ausgerüstet, die Motorleistung betrug 3 PS. Ende der zwanziger Jahre machte dann ein neuer FN-Typ viel von sich reden: die „Sahara“. Diese Maschine besaß einen wuchtigen 350-cm³-SV-Einzylindermotor mit außenliegender Schwungscheibe. Der kräftige Rahmen und die starken Ballonreifen verstärkten den Eindruck der Robustheit dieses Tourenmodells. Tatsächlich war die „Sahara“ eines der anspruchslosesten Motorräder der damaligen Zeit. Ab 1935 gab es dann in Herstal für den Sportsmann eine sehr schnelle 500er Einzylinder-OHV-Sportmaschine, die über 135 km/h Höchstgeschwindigkeit entwickelte. In den letzten Jahren vor dem zweiten Weltkrieg wurden von der FN-Sportabteilung auch die Halbliter-Parallel-Zweizylinder-Rennmaschinen mit Kompressor bei internationalen Rennen eingesetzt. Nach 1945 konnte sich FN vor allem im Moto-Cross-Sport einen guten Namen machen. Die Klassefahrer Auguste Mingele und Vieter Leloup gewannen auf den schweren 500er Einzylinder-OHC-Maschinen von 45 PS Leistung mehrere Europameisterschaften.

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