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D-RAD

Informationen zum Hersteller

Als „Spandauer Springbock“ ist das  D-Rad in die Motorradgeschichte eingegangen. Gewiss, die dunkelgrün lackierten D-Räder waren etwas hochbeinig und etwas steif, aber ihre sprichwörtliche Zuverlässigkeit ließ sie doch sehr viele Freunde gewinnen. 1925 war das R-Rad eine ideale Reisemaschine, das Fahrwerk war stabil, der Motor robust. Wie der „Doktorwagen“ von Opel, so war das D-Rad das typische Verkehrsmittel für Gewerbetreibende. Über lange Strecken im Sommer wie im Winter, im Flachland wie im Gebirge, zog es immer ruhig und kraftvoll seine Bahn. Auch als Seitenwagenmaschine fand das D-Rad eine große Verbreitung. Der Rahmen des D-Rades war aus nahtlosem Stahlrohr gefertigt und bildete mit den oberen Verbindungsrohren (zwischen denen der 10-Liter-Kraftstoffbehälter untergebracht war) ein räumliches Fachwerk, das auch seitlich zur Fahrtrichtung auftretende Kräfte, wie sie sich beim Gespannfahren bemerkbar machen, aufnehmen konnten. Alle Verbindungsstellen waren hart gelötet. Die Vorderradgabel war sehr kräftig ausgebildet, die Gabelscheide bis zur Lenkstange durchgeführt. Die Abfederung des Vorderrades erfolgte durch eine Viertelelliptikfeder mit Schwingungsdämpfer. Der Halblitermotor mit Graugusszylinder und Leichtmetall-Kurbelgehäuse war mit zwei durchgehenden Bolzen im Rahmen vertikal aufgehängt. Das Kurbelgehäuse war mit einer eingegossenen Ölkammer versehen. 90 km/h Höchstgeschwindigkeit erreichte das Modell R 04. Dieser Typ war außerdem mit für die damalige Zeit besonderem Zubehör ausgestattet. Der Zündzeitpunkt konnte mit Hand mittels eines Bowdenzuges eingestellt werden. Die Stahllamellen-Kupplung konnte durch einen Hand- und einen Fuß-Hebel bedient werden. Zusatzölung durch Handölpumpe. Der Rahmen war mit einem Mittelkippständer zum bequemen Aufbocken versehen. Die Aluminium-Fußbretter waren mit Gummiplatten belegt. Auf Wunsch wurde die Maschine mit Karbid- oder Dynamobeleuchtung geliefert. Für die Konstruktion der D-Räder war in erster Linie Ing. Stolle verantwortlich, der vorher bei BMW und Victoria tätig gewesen war und inzwischen auch einen schnellen 1,5-Liter-Sportwagen mit OHC-Motor gebaut hatte. Ing. Stolle brachte bei den Deutschen Werken nicht nur das Modell R 04 heraus, sondern daneben auch Zweizylindermaschinen und Sportmodelle. Die Typen R 06 und R 09 wurden ebenfalls berühmt. Die erste deutsche Sechstagefahrt-Nationalmannschaft 1927 war auch mit D-Rädern (neben DKW und Victoria) ausgerüstet. Die Langstreckenfahrer Weichelt und Paster holten viele Erfolge für diese Marke. Später wurden die D-Werke mit NSU fusioniert.

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