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Akrema

Informationen zum Hersteller

 

„Akrema“ August Kremer
Automobilgesellschaft mbH
M 7, 9a und 10
Mannheim
(1922-1932)


Der Name „Akrema“ setzt sich aus August Kremer und Mannheim zusammen. August Kremer, geboren am 3. September 1862, gründete bereits 1907 seine Automobilfirma, eine Vertretung der Adlerwerke, mit Reparaturwerkstatt und Garagenbetrieb.

Zu Beginn der 1920er Jahre erweiterte das Unternehmen sein Angebot um Leichtkrafträder und Motorräder der Marken Eichler, Beuker und Flottweg.

Am 4. Dezember 1922 wurde die „Akrema“ August Kremer Automobilgesellschaft mbH in Mannheim eingetragen. Als Unternehmenszweck nennt der Eintrag die Herstellung sowie den An- und Verkauf von Kraftfahrzeugen jeder Art. Als Geschäftsführer wurde neben August Kremer auch Fritz Stroblberger benannt; dieser verstarb bereits im Juli 1923.

In einer Anzeige vom April 1923 wurde neben K.M.B. (siehe K.M.B.), DKW und Beuker auch ein eigenes „Akrema“-Motorrad angeboten. Im folgenden Monat warb die Firma mit Motorradmarken wie Helios, Karü, K.M.B. und Flink. 1924 kamen Produkte der Marken Flottweg, Klotz und JAP hinzu.

Zu Motorrädern der Marke „Akrema“ sind bislang nur wenige Nachweise bekannt; technische Angaben haben sich nicht erhalten. Auffällig ist, dass selbst die oben angesprochene Werbeanzeige vom April 1923 nicht das eigene Modell, sondern mit „K.M.B.“ ein Fremdfabrikat abbildet.

Ein Hinweis stammt aus dem Mai 1923: Damals nahm eine Akrema an der Frühjahrs-Zuverlässigkeitsfahrt des Motorfahrerklubs Mannheim teil. Karl Vollbrecht, Ingenieur und späterer Prokurist des Unternehmens, fuhr die Maschine auf den zweiten Platz. Am 26. August 1923 ist ein weiterer Einsatz beim Motorrad- und Automobilturnier in Herrenalb belegt. Vollbrecht fuhr dort mit einer Akrema in der Klasse bis 175 ccm, erreichte aber keinen Podestplatz. Im darauffolgenden Jahr wird eine Akrema noch für die 3. Motorrad-Zuverlässigkeitsfahrt des Motorfahrerklubs Mannheim genannt; darüber hinaus sind bislang keine weiteren sportlichen oder technischen Nachweise bekannt.

Neben Adler vertrat Akrema in den Jahren auch Automobile und Lastkraftwagen anderer Firmen, so finden sich Nachweise für Selve (1922), Krupp (1924), Mannesmann-Mulag (1925), Hanomag (1927) und Vomag (1928).

Firmengründer August Kremer starb am 2. Februar 1931 im Alter von 69 Jahren. Ende 1932 wurde über die Firma Akrema der Konkurs eröffnet. Karl Vollbrecht blieb dem Motorradhandel offenbar verbunden: An der Anschrift Mannheim M 7, 9a–10 führte er 1934 eine Generalvertretung der österreichischen Motorradmarke Puch.


(Zusammengestellt von Frank Grüneboom, Juni 2026)

 

Quellen

Adressbücher der Stadt Mannheim, 1924 und 1925.
Der Landbote, 1925.
Deutscher Reichsanzeiger, 1922; 1924; 1932.
Generalanzeiger der Stadt Mannheim und Umgebung, 1907: 1911; 1914.
Hakenkreuzbanner, 1934.
Karlsruher Tagblatt, 1923.
Mannheimer Generalanzeiger, 1922–1924.
Neue Mannheimer Zeitung, 1923-1924; 1926–1931

 


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Rubrik: Sonstige