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Puch

Informationen zum Hersteller

Nach dem 1. Weltkrieg nahmen die Puch-Werke in Graz, die erst später mit den Austro-Daimler-Werken und den Steyr-Werken zur Firma Steyr-Daimler-Puch vereinigt wurden, die Erzeugung von Motorrädern wieder auf. Es wurde damit ein Fabrikationszweig der Vorkriegserzeugung wieder aufgenommen, dessen Anfänge bis auf das Jahr 1904 zurückreichen. Um einen der leistungsfähigsten Zweitaktmotoren schaffen zu können, entschied sich der Technische Direktor G. Marcellino nach 1920 für das Doppelkolbensystem, da diese spezielle Zweitaktmotorbauart Fortschritte erwarten ließ. Ausschlaggebend waren hierbei die exakten Spülverhältnisse des Doppelkolbenmotors, die auch heute noch nicht überholt sind, so dass gute Leistungs- und Verbrauchswerte zu erzielen sind. Interessant an den Puch-Maschinen ist ferner die Frischölschmierung mit einstellbarer Fördermenge und die Innenbacken-Servo-Kupplung in der Hinterradnabe. Wie die heutigen Moto-Cross-Fahrer konnten auch versierte Puch-Fahrer vor 40 Jahren mit erhobenem Vorderrad nur auf dem Hinterrad dahintänzeln, wenn sie sehr schnell einkuppelten und dabei Vollgas gaben. Im Jahre 1923 wurden die ersten Puch-Motorräder mit 122 cm³ Hubraum gebaut, denen dann 1925 die Typen 175 und 220 folgten. Das hervorragendste Baumuster von Puch war schließlich die 250 S 4, eine Sportmaschine mit Vierganggetriebe und 10,5 PS Leistung bei 4000 U/min. In der konstruktiven Endphase leistete die S4 gut 15 PS. Aus dem S-4-Typ entwickelte das Werk 1930 verschiedene Ausführungen von wassergekühlten Rennmotoren mit zusätzlicher Ladepumpe, die seinerzeit unter Toricelli sehr erfolgreich waren, vor allem bei der Österreichischen Tourist Trophy. Viele Medaillen gab es für diese Marke auch bei den alljährlich durchgeführten Six Days. Neben der S 4 wurden in den dreißiger Jahren vor allem auch die ADP 200 und die GS 350 bekannt. Letztere war eine Geländesportmaschine mit Einzylinder-Doppelkoblenmotor von 14 PS. Zylinderdurchmesser 48 bzw. 55 mm, Hub 83,4 mm. Das Vierganggetriebe besaß eine kombinierte Hand-Fußschaltung. Hinterradfederung durch ungekapselte Schraubenfedern. Neben den Einzylindermaschinen gab es auch einige Puch-Mehrzylindermodelle, die aber die Zuverlässigkeit und das Ansehen ihrer kleineren Schwestern nicht erreichten. Die leistungsfähigste Puch-Maschine war der Typ SGS von 1955 mit 17-PS-Doppelkolbenmotor und Schalenrahmen. Die Werks-Sportausführung der Zweivergaser-SGS leistete bis zu 25 PS.

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