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Laurin & Klement

Informationen zum Hersteller

Das erste tschechische Motorrad war 1899 die „Slavia“. Diese Maschine wurde von Vaclac Laurin und Wenzel Klement gebaut, die 1895 zusammen eine Fahrradwerkstatt eröffnet hatten. Bereits ein Jahr später wurde daraus eine kleine Fabrik. Klement hatte sich 1898 die Anregung zum Bau von Motorrädern in Paris geholt. De Dion-Bouton, Werner, Terrot und Griffon waren damals die führenden Marken. 1900 wurden die L&K-Maschinen mit einer vom Fahrrad abweichenden Rahmenform gefertigt. Der Motor hatte seinen Platz in der Rahmenmitte und war mit einer elektrischen Abreißzündung versehen. Die Glührohrzündung hatte bei der Abkühlung durch den Fahrwind zuviel Kummer bereitet. Für die Kraftübertragung zum Hinterrad wurden erstmals Flachriemen verwendet. Auch sonst wurde gegenüber dem Vorbild, der Werner-Motocyclette (bei der der Motor über dem Vorderrad angebracht war), eine ganze Reihe von Verbesserungen durchgeführt. Die Hebel an der Lenkstange und am oberen Rahmenrohr wurden passgerecht angeordnet, Kraftstoffbehälter und Sattel modernisiert. Die Zweizylindertype erhielt eine Vorderradfederung mit kurzen Schwinghebeln. Bald wurden die L&K-Motorräder nicht nur in Böhmen, sondern auch in England, Frankreich, Belgien, Deutschland, Österreich und Ungarn vertrieben. Viele Sporterfolge holten sich die Fahrer dieses Fabrikats auf den Rennstrecken Europas. 1904 und 1905 siegten Vondrich und Toman beim „Coupe internationale des motocyclettes“ auf der Bahn von Dourdan in Frankreich und ließen so bekannte Rennfahrer wie Colliers auf Matchless, Miller auf Progress, Franklin auf JAP, Demeester auf Griffon, Cissac auf Peugeot und Campbell auf Ariel hinter sich. 1907 produzieren Laurin & Klement in Mladá Boleslav jährlich bereits 3000 Motorräder. In den folgenden Jahren wurden von Laurin & Klement dann auch Kraftwagen gebaut, die zunächst mit einem V-Zweizylindermotor ausgerüstet waren. Auch im Automobilsport kam diese Marke mit den verschiedenen Modellen zu großen Erfolgen, konnten die L&K-Wagen doch bei den schwersten Prüfungen der damaligen Zeit (Alpenfahrt, Brooklands-Bahnrennen, Semmering-Bergpreis, Fernfahrt Petersburg-Sewastopol u.a.) hervorragend abschneiden. 1925 erfolgte dann die Vereinigung von Laurin & Klement mit den Skoda-Werken.

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