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Indian

Informationen zum Hersteller

Amerika ist kein Land der Motorradfahrer, aber amerikanische Motorräder besaßen zu allen Zeiten Weltruf. Für die weiten Strecken des amerikanischen Kontinents kamen natürlich – wenn überhaupt Motorräder – nur starke Mehrzylindermaschinen in Frage. 600, 750, 1000, 1200, 1400 waren die beliebten Hubraumklassen, wobei naturgemäß Zwei- und Vierzylindermotore den Vorzug hatten. Die Marken waren Henderson, Harley-Davidson und Indian. Auch der amerikanische Motorradsport hatte sein eigenes Gepräge. Herausragend waren die Kuhglockenrennen, die als 3000 km lange Querfeldeinfahrten durch Sandwüsten und Urwälder, über Prärien und Gebirge ausgetragen wurden. In den Rocky Mountains konnten nur starke Maschinen überleben. Ebenso waren die Bergrennen, die berühmten „hill climbs“, nur für bullige Motor-Elefanten geeignet. Die schnellsten und leidenschaftlichsten Motorradfahrer in Amerika sind im übrigen die Polizisten. Die amerikanischste aller amerikanischen Maschinen war zweifellos die mit dem Winnetou-Bild geschmückte Indian, die jetzt nicht mehr gebaut wird. Aber noch heute benutzen die Steilwandfahrer auf den Rummelplätzen in aller Welt die zuverlässigen Indian-Maschinen. Im Jahre 1901 gründeten George E. Hendee und der schwedische Radrennfahrer Carl Oskar Hedlund in Portland eine Motorradfabrik, die später in die Indian Motorcycle Comp., Springfield, USA, umgewandelt wurde. Beim ersten Modell bildete der De Dion-Bouton-Motor zugleich das Sattelstützrohr, später wurden eigene Motoren entwickelt. 1911 hatte die Indian bereits eine Vorder- und Hinterrad-Blattfederung. 1920 wurde von Bob Walker in Daytona auf einer Indian mit 166,5 km/h der erste offizielle Weltrekord für Motorräder aufgestellt. 1927 war die Indian Scout mit folgenden Verbesserungen versehen: zwei Hinterradbremsen, Hand- und Fuß-Bremshebel, Hand- und Fuß-Kupplungshebel, Gasdrehgriff rechts, Zünddrehgriff links, Muldensattel, Auspuffdämpfer, mechanische Ölpumpe, Ventilausheber am Rahmenrohr, Alemite-Schmiernippel-Beschläge, Kabelüberzüge aus Leder, elektrische Anlage mit Amperemeter. Das „Big-Chief“-Modell hatte einen 1200-cm³-V-Zweizylindermotor mit abnehmbaren Zylinderköpfen (Bohrung 82,5 mm, Hub 112,7 mm). Für die Gespann-Enthusiasten gab es dann noch eine 1400-cm³-Maschine, die mit einem Vierzylinder-Reihenmotor ausgerüstet war. Wie bei Rolls-Royce wurden auch bei Indian nie Angaben über die PS-Zahl der Maschine gemacht. Die Leistung der Indian-Motorräder war immer genügend.

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