Hinweise bzgl. Datenschutzgrundverordnung [EU-DSGVO]

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies und unserem Umgang in puncto Datenschutz erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Harley-Davidson

Informationen zum Hersteller

Von den vielen amerikanischen Motorradmarken aus der Zeit vor und nach dem ersten Weltkrieg – Indian, Henderson, Cleveland, Harley-Davidson, Militor, Cyclone, Reading, Eagle u.a. – ist nur die 1903 von William Harley und Arthur Davidson in Milwaukee gegründete Motorradfabrik übriggeblieben. Wie bei Indian lag den amerikanischen Verkehrsverhältnissen gemäß auch bei HD das Hauptgewicht der Produktion auf großvolumigen Motorrädern. Der V-Zweizylinder-Motor wurde auch in Milwaukee bevorzugt. Trotzdem gab es sehr früh von Harley-Davidson auch schon 350- und 500-cm³-Einzylinder. Um 1920 herum erregte auch ein 600-cm³-Modell mit längsliegendem Zweizylinder-Boxermotor Aufsehen, wurde nach einigen Jahren aber nicht mehr gebaut. Danach hatten die großen V-Zweizylindermaschinen von 750-, 1000- und 1200 cm³ wieder den Vorrang. Die meisten Typen waren seitengesteuert, jedoch gab es auch OHV-Modelle mit 350 und 500 cm³ (Einzylinder) und 1000 cm³ (Zweizylinder). Nicht nur in Amerika waren die großen Harleys als Polizeimaschinen bekannt und gefürchtet. Auch in Europa wurden die schweren HD-Motorräder mit ihrem charakteristischen Gesundheitslenker, grünsilbern lackiert wie mit roten und goldenen Zierleisten abgesetzt, viel gefahren, vornehmlich als Seitenwagengespanne. Für den Reisebetrieb waren die geschmeidigen, kraftvollen und zuverlässigen Zweizylindermaschinen besonders gut geeignet. Die Ausrüstung war für Tourenzwecke sorgfältig abgestimmt. So war der patentierte Harley-Sattel mit einem verstellbarem Federsitzpfosten versehen, die Lichtanlage wurde über ein Schaltbrett am Steuerkopf bedient, der große Kraftstoffbehälter fasste 17 Liter Benzin und vier Liter Öl, das Seitenwagenboot stützte sich auf lange Halbelliptikfedern ab, auf alle Räder des Gespanns waren Vollballonreifen aufgezogen. Aber auch im Sport hatten die Harley-Davidson-Maschinen damals einen guten Namen. Paul Rüttchen gewann den Wanderpreis der Stadt Schleiz. Franz Heck siegte auf der Solitude. Pail Weyres war auf der Eilenriede erfolgreich, das Ehepaar Stoll (die Eltern der tödlich verunglückten Rennbeifahrerin Inge Stoll-Drion) platzierten sich auf dem Nürburgring, Leo Schmid siegte bei der Österreichischen Tourist Trophy, Amedeo Ruggeri holte sich den Nationenpreis in Monza und Claude Temple glänzte auf der Brooklandbahn. Den Hauptbestandteil des späteren Harley-Davidson-Programms bilden die „Duo Glide“ mit dem 1215-cm³-V-Zweizylindermotor von 60 PS, die „Sportster“-Typen mit den ebenfalls kopfgesteuerten 901-cm³-V-Zweizylindermotoren und die (Aermacchi-)“Sprint“ mit dem 250-cm³-Einzylinder-Horizontalmotor. Die 180-cm³-Zweitaktmaschinen von Harley-Davidson haben einen eigenen Liebhaberkreis. 

Zurück zur Herstellerliste.

Artikel zum Hersteller: Harley-Davidson