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Dolf

Informationen zum Hersteller

Im Verlauf der nunmehr 120jährigen Motorradgeschichte gab es bei den Viertaktmaschinen viele ausgefallene Konstruktionen, aber auch die Zweitaktgruppe war nicht arm an interessanten Lösungen. Ein besonderer Leckerbissen für die Freunde des Zweitaktmotors waren die Dolf-Maschinen, die von 1922 bis 1927 bei Rennen und Zuverlässigkeitsfahrten verblüffende Erfolge erzielte. Bereits bei ihrer Premiere im Motorsport 1922 holte sich die Dolf beim Wettbewerb auf der Opel-Bahn gleich den ersten Preis. 1928 fiel die Marke Dolf jedoch der damaligen Wirtschaftskrise zum Opfer. Gebaut wurden die Dolf-Motorräder von der Maschinenfabrik Stein AG in Frankfurt am Main. Das Fahrgestell der Dolf-Maschine entsprach zwar (im Gegensatz zu den Fahrgestellen der ganz nach den Gesetzen der Festigkeitslehre gebauten TX-Motorräder) der konventionellen Bauart und bestand aus einem Einrohrrahmen und einer Parallelogramm-Vordergabel mit Zentralfeder, aber der Motor gehörte zur Extraklasse. Bei diesem Hochleistungszweitakter erfolgte die Steuerung des Einlasses der Frischgase ins Kurbelgehäuse durch einen nachstellbaren Konus-Drehschieber. Die Sternstrom-(oder Radial-)spülung des Motors besaß einen Kolben, auf dessen Boden acht sternförmig angeordnete Wülste in einem Ringraum zusammentrafen. Um den Zylinder lief ein Wulst, an den zwei Auspuffleitungen angeschlossen waren. Acht Auslasskanäle waren gleichmäßig um den ganzen Zylinderumfang verteilt und zwischen ihnen befanden sich die acht Überströmkanäle. Die überströmenden Frischgase strömten nach der Mitte des Zylinders, wo sie aufeinandertrafen und sich aufrichteten. Die Altgase verließen ebenfalls in acht Bündeln die Auspuffschlitze. Aus dem gemeinsamen Aufnehmer gelangten die verbrauchten Gase durch zwei Rohre in den Auspufftopf. Der hochtourige Motor war einer der leistungsfähigsten seiner Klasse, aber die starke Ölkohlebildung an den acht Wülsten auf dem Kolbenboden bedingte eine regelmäßige „Entkohlung“ des Motors, wenn ein Leistungsabfall vermieden werden sollte. Die 7-PS-Maschine erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h, was für die damalige Zeit eine außergewöhnliche Leistung war. Beachtlich war auch das geringe Fahrzeuggewicht von nur 60 kg.

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